Kündigung: Das Kündigungsgespräch in 3 Schritten fair durchführen
Schritt 1: So beginnen Sie das Kündigungsgespräch
Nennen Sie sofort zu Beginn des Gesprächs die Tatsache, dass Sie dem Mitarbeiter kündigen wollen. Small Talk am Anfang ist bei einer Kündigung fehl am Platz. Nach den üblichen Begrüßungsformeln sollten Sie die Kündigung sofort aussprechen.
Schritt 2: Begründen Sie die Kündigung
Die Nennung der Entlassungsgründe muss auf alle Fälle erst nach der ausgesprochenen Kündigung ins Spiel kommen und nicht vorher. Wenn Sie vorher Gründe aufzählen, aber dem Mitarbeiter nicht mitteilen, warum Sie das tun, grenzt das an Quälerei. Er wird, während Sie sprechen, versuchen, herauszufinden, warum Sie diese Gründe nennen.
Seien Sie bei der Begründung Ihrer Kündigung ehrlich und sachlich. Beantworten Sie die Fragen des Gekündigten offen, aber verfallen Sie nicht in die Verteidigungsrolle. Geben Sie dem Mitarbeiter die Chance, durch die Begründung etwas über sein Verhalten zu lernen.
Schritt 3: Besprechen Sie auch die Zukunft
Am Schluss des Kündigungsgespräches bauen Sie den Entlassenen auf. Eine Aufzählung der verschiedenen Fehlleistungen oder Mängel bringt jetzt nichts mehr. Die Begründung haben Sie bereits geliefert. Nun geht es darum, dem Entlassenen noch im Kündigungsgespräch mögliche Perspektiven für den weiteren Berufsweg aufzuzeigen und ihn nötigenfalls zu unterstützen.
WICHTIGER HINWEIS: Vermeiden Sie diese Fehler im Kündigungsgespräch
- Leere Versprechungen: Hoffnungen wecken, die Sie nicht erfüllen können, verschlimmert die Situation nur. Bleiben Sie ehrlich.
- Projektionen: Die Übertragung Ihrer eigenen Gefühle auf die des Gekündigten verschlimmert die Situation. Vorwürfe oder Schuldzuweisungen führen zu Streit und Hilflosigkeit.
- Bagatellisieren der Situation: Nur der Gekündigte selber kann seine Situation einschätzen. Vermeiden Sie Sätze wie „Sie werden wohl bald eine neue Stelle finden, das ist alles nicht so schlimm”.





